Mali - Größter Staat Westafrikas
Die Republik Mali ist der flächenreichste Staat Westafrikas und ist etwa doppelt so groß wie Frankreich. Der Binnenstaat liegt zwischen Algerien im Norden, der Republik Elfenbeinküste, Guinea und Burkina Faso im Süden, Niger im Osten und dem Senegal und Mauretanien im Westen. Das Landschaftsbild Malis ist durch weite Ebenen mit Schiefer- und Sandsteintafeln und flachen Becken gekennzeichnet. Der Niger zwischen Ségou und Timbuktu bildet eine Lebensader des Landes und überflutet in einem riesigen Binnendelta drei bis vier Monate im Jahr eine große Landfläche und hinterläßt fruchtbares Schwemmland.
Run auf Fundstellen in Diakon
Im Diakon Distrikt im Westteil Malis werden neben Melaniten auch Grossulare gefunden, die meist sogar Schmuckstein-Qualität haben und verschliffen werden. Allerdings fand zwischen 1994 und 1995 ein Run auf die Fundstellen in Diakon statt, bei dem zeitweise ca. 3000 Arbeiter nach Granaten schürften. Diese unkontrollierte Produktion förderte in kurzer Zeit mehr als 15 Tonnen Granat zu Tage, was wiederum zu einer Sättigung des internationalen Marktes führte, der die Schürftätigkeit ebenso schnell wieder zum Erliegen brachte.
Melanitstufen in Schmucksteinqualität
Melanit (von gr. melas = schwarz) ist ein dunkles, fast schwarzes Granatmineral und stellt eine Varietät des Andradits dar, bei dem Calcium und Eisen (Fe3+) durch Natrium und Titan (Ti4+) ersetzt sind. Der Melanit ist vor allem in alkalireichen vulkanischen Gesteinen, den Phonolithen und den Tiefengesteinen wie dem Nephelinsyenit zu finden. Die schwarzen, opaken Steine werden gelegentlich auch als Schmucksteine verschliffen. Besonders dunkle Varietäten werden auch als Schorlomit oder Iwaarit bezeichnet. Weitere Synonyme für den Melanit sind Kalkeisengranat, Talkgranat, Titangranat, Titanmelanit oder Yttergranat (letztere für den yttriumhaltigen Melanit aus Norwegen).
Literatur


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